Wir unterstützen die

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 André Rieu „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“
Ich halte es für ungemein wichtig, dass wir in der Regel nicht länger als zwei Wochen am Stück unterwegs sind ...
Ich halte es für ungemein wichtig, dass wir in der Regel nicht länger als zwei Wochen am Stück unterwegs sind ...

Interview mit André Rieu zu seinerm Album, seiner Doppel-Cd „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“. ? Wie sind Sie auf die Idee gekommen, deutsche Volks- und Studentenlieder in Ihr neues Programm aufzunehmen?

A.R.: Das wollte ich schon sehr, sehr lange, und eine Stadt wie Heidelberg eignet sich sozusagen als Rahmen hervorragend für diese wunderschönen Lieder. Heidelberg erinnert mich im übrigen an meine Heimatstadt Maastricht ...

 

? Ist die Doppel-CD „Ich hab mein Herz an Heidelberg verloren“ für den internationalen Markt bestimmt?

A.R.: Ich bin sicher, man wird diese Lieder überall auf der Welt lieben.

? Wieso hören wir diesmal keinen typischen Wiener Walzer?

A.R.: Hören Sie genau hin, Sie werden sich wundern, wie viele Lieder das Walzertempo in sich haben!

Ich sehe das ganz locker. Ich habe doch erst die Hälfte meines Lebens hinter mir ...
Ich sehe das ganz locker. Ich habe doch erst die Hälfte meines Lebens hinter mir ...

? Sie sind am 1. Oktober 2009 60 Jahre alt geworden. Wie stehen Sie zum Altern?

A.R.: Ich sehe das ganz locker. Ich habe doch erst die Hälfte meines Lebens hinter mir, immerhin werde ich ja 120, da bin ich mir sicher. Musik hält jung, wirklich!

? Sie sind vor kurzem zum ersten Mal Großvater geworden. Gefällt Ihnen das?

A.R.: Aber natürlich, der Kleine ist von meinem Sohn Marc. Er heißt Ivan und ist dasniedlichste Baby, das man sich überhaupt vorstellen kann. Und bald kommen noch zwei weitere Enkelkinder dazu, von Pierre. Ist das nicht wunderbar?!

? Werden Ihnen der Erfolg und die vielen Verpflichtungen manchmal zu viel?
Brauchen Sie keine Pausen? Denken Sie jemals ans Aufhören?

A.R.: Dreimal nein. Ich hatte das große Glück, mein Hobby und meine Leidenschaft zumBeruf machen zu können. Ich kann also jeden Tag tun, was ich am liebsten mache. Mir istzwar nichts in den Schoß gefallen, aber ich bin mir trotzdem bewusst, dass das ein echtesPrivileg ist. Und solange ich spüre, dass ich mein Publikum mit Musik glücklich machen kann,denke ich bestimmt nicht ans Aufhören.

? Wie halten Sie das Tempo durch? Wie halten Sie sich fit?

A.R.: Ich halte es für ungemein wichtig, dass wir in der Regel nicht länger als zwei Wochenam Stück unterwegs sind. So können wir zwischendurch immer wieder Energie tanken, bevorwir zur nächsten Reise aufbrechen. Fit halte ich mich nach für vor durch Sport, täglich, unddurch gesunde Ernährung, die trotzdem lecker schmeckt.
 

 
Ich möchte gern gesund bleiben und die kommenden 60 Jahre weitermachen wie bisher. ...  Fotos: Universal Music)
Ich möchte gern gesund bleiben und die kommenden 60 Jahre weitermachen wie bisher. ... Fotos: Universal Music)

? Sie scheinen also ein disziplinierter Mensch zu sein. Sind Sie auch eitel?

A.R.: Oh ja, ich bin sowohl diszipliniert als auch eitel. Man muss diszipliniert sein, wenn man seinen Traum verwirklichen will. Und eitel bin ich, weil ich durch und durch ein Perfektionist bin.

? Wie erklären Sie Ihre Sehnsucht nach Romantik?

A.R.: Genau kann ich das nicht sagen, romantische Gefühle lassen sich nicht erklären. Ich bin ein geborener Romantiker. Es gibt nichts Wundervolleres als Schönheit und Harmonie, oder?

? Welche Träume möchten Sie sich noch erfüllen?

A.R.: Ich möchte gern gesund bleiben und die kommenden 60 Jahre weitermachen wie bisher. Im übrigen versuche ich mir selbst den Wunsch zu erfüllen, einmal von der Erde abzuheben und auf dem Mond zu spielen. Mal sehen, ob das klappt!

? Was würden Sie heute tun, wenn Sie nicht einer der international erfolgreichsten Berufsmusiker geworden wären?

A.R.: Ich wäre wahrscheinlich Architekt geworden. Ich liebe es, Sachen zu entwerfen und zu bauen. Das habe ich schon als Kind getan, und das mache ich immer noch gern in meiner Freizeit.

? Kennen Sie Langeweile?

A.R.: Nein, wirklich nicht. Ich habe nie Langeweile. Das Wort gibt es nicht in meinem Wortschatz.

? Was bringt Sie auf die Palme?

A.R.: Unprofessionalität und Leute, die immerzu negativ denken und weder sich selbst noch anderen etwas zutrauen!

? Und was bringt Sie wieder von der Palme runter?

A.R.: Zu sehen, dass nicht alle so sind und es auch Menschen gibt, die nur positiv denken! Und manchmal auch ein guter Rotwein...

? Wenn Sie Politiker wären und das Sagen hätten, was würden Sie sofort ändern oder verbessern?

A.R.: Ich würde für eine bessere Schulbildung sorgen. Kinder und Jugendliche müssen die Welt verstehen lernen, um sich darin behaupten zu können und letztlich auch glücklich zu werden. Bildung ist die Grundlage für alles!

? Was muss man mitbringen, um in Ihrem Orchester aufgenommen zu werden?

A.R.: Entscheidend ist sicher zunächst, ein guter Musiker oder eine gute Musikerin zu sein.
Aber auch der Spaß am Musizieren ist ungemein wichtig. Wer sein Instrument brillant beherrscht, aber ständig ein langes Gesicht macht, hat bei uns nichts zu suchen.

? Ihre Frau Marjorie schreibt gerade ein neues Buch. Worum geht’s?

A.R.: Ihr neues Buch lässt jeden, den es interessiert, bei uns hinter die Kulissen schauen. Es ist eine Art „Backstage-Roman“, sehr lustig und mitreißend geschrieben. Ich bin mir sicher, die Fans werden das Buch lieben.

 

Information:
André Rieu ist am 7. Januar 2010 in Mannheim. mehr Infos hier

 

(Quelle: (Universal Music, VÖ : 16. Oktober 2009)

 

» Seite weiterempfehlen

| | | | | | | | | © JEH Verlag © 2009