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Schulfreunde wiederfinden!

 Sicher und günstig mobil telefonieren - auch im Urlaub

Der hallo-rhein-neckar-Thementipp:  Tipps und Tricks für den Umgang mit dem Handy auf Reisen. Von unserem dtd-Korrespondenten Johannes Neisinger. Noch vor wenigen Jahren suchten Preisbewusste im Urlaub nach der nächsten Telefonzelle - länderübergreifend mit dem Handy telefonieren oder SMS nach Hause verschicken war oft ein teurer Spaß. Dank immer besser ausgebauter Netze und neuer Regelungen innerhalb der Europäischen Union (EU) hat sich das aber geändert: Das mobile Telefonieren im Ausland ist kein Luxus mehr. (dtd).

 

Seit 2008 hat die EU-Kommission den Tarif für abgehende Gespräche bei 54,74 Cent pro Minute gedeckelt, bei ankommenden Telefonaten kostet die Minute maximal 26,19 Cent. Und ab dem 30. August 2009 wird es erneut billiger: Maximal 51,17 für abgehende und 22,61 Cent für ankommende Gespräche werden dann pro Minute fällig. Eine SMS wird in Europa bald nur noch elf Cent kosten - ob bereits ab ersten Juli oder erst Ende August 2009, ist noch nicht sicher. Vergleichen lohnt sich im Übrigen dennoch: Denn einige Anbieter bleiben in ihren Tarifen deutlich unter den EU-Limits.

Die besten Tipps und Tricks

Wer ein paar einfache Tipps beachtet, kommt beim Telefonieren mit dem Handy im Urlaub günstig weg. Kosten treiben kann etwa die Mailbox, wenn viele Anrufe darauf umgeleitet werden. "Ein Anruf aus Deutschland wird zunächst aufs Mobiltelefon im Ausland geleitet, und dann zurück zur Mailbox zu Hause - so fallen doppelte Roaming-Gebühren an", warnt Pia von Houwald, Auslandsexpertin beim Anbieter E-Plus. "Wer nicht auf dringende Nachrichten wartet, sollte daher die Mailbox besser deaktivieren", rät sie. Auch stundenlange Telefonflirts mit einer Urlaubsbekanntschaft, die den gleichen Mobilfunkanbieter nutzt, können teuer werden. Denn auch hier laufen die Gespräche über Deutschland und verursachen Roaming-Gebühren.
 

 
Jedes Handy lässt sich auf manuelles Roaming umrüsten ...
Jedes Handy lässt sich auf manuelles Roaming umrüsten ...

Manuelles Roaming ist nur sinnvoll entlang der deutschen Grenze

Unbill droht auch im grenznahen Bereich. Wer beispielsweise am Bodensee, an der tschechischen oder der holländischen Grenze unterwegs ist, wird immer mal wieder das Logo eines Mobilfunkbetreibers aus dem Nachbarland auf seinem Display erblicken - das Handy hat sich zum stärksten Sender eingeloggt, und obwohl der Telefonierende sich in Deutschland befindet, werden Auslandstarife fällig. "Jedes Handy lässt sich auf manuelles Roaming umrüsten", meint Pia von Houwald, und fährt fort: "So kann man von Hand den deutschen Anbieter auswählen und unnötige Kosten vermeiden. Das funktioniert übrigens oft auch, wenn man im grenznahen Bereich bereits im Ausland unterwegs ist." Früher musste der Anbieter im Ausland immer durch manuelles Roaming ausgewählt werden, da die Tarife sich stark unterschieden. Das ist heute nicht mehr nötig - die Kosten sind zumindest in Europa harmonisiert, das Telefon sucht sich selbst die günstigste Verbindung.
 

 

Kostenkontrolle auf Reisen per Prepaid

Prepaid-Telefone mit voller Kostenkontrolle sind häufig als mobiler Reisebegleiter mit dabei. "Wer ein Prepaid-Handy mit ins Ausland nimmt, sollte vorher genügend Guthabenkarten erwerben und diese schon in Deutschland aktivieren", empfiehlt Nadja Brehm, E-Plus-Prepaid-Expertin. "Eine Alternative ist die Cashcard, die sich über eine Servicerufnummer auch aus dem Ausland aktivieren lässt. Am einfachsten ist das automatische Auftanken per Bankeinzug, sobald das Guthaben unter einen bestimmten Wert sinkt." Dann ist der Nutzer auch jederzeit erreichbar - denn ganz ohne Guthaben kommt selbst ein Anruf von zu Hause nicht mehr durch, da ja auch für ankommende Telefonate Roaming-Gebühren anfallen.

Das gehört ins Gepäck

In den meisten Ländern funktionieren heute alle handelsüblichen Triband-Handys. Lediglich in Übersee, allen voran den USA, kann es sinnvoll sein, ein Quadband-Handy im Gepäck zu haben, da es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten teilweise noch GSM-Netze mit 850 MHz gibt. Sinnvoll ist es auch, schon vor der Reise ein paar Sicherheits-Rufnummern im Telefonspeicher abzulegen. Unter 116 116 plus Auslandsvorwahl (in der Regel +49) können rund um die Uhr die meisten Scheck- und Kreditkarten gesperrt werden, wenn sie verloren gehen oder gestohlen sind (Infos unter www.sperrnotruf.de). Unter der zentralen Notrufnummer des Auswärtigen Amtes +49-30-5000-2000 bekommen alle deutschen Staatsbürger rund um die Uhr Hilfe, die im Ausland in eine brenzlige Situation geraten, weitere Rufnummern deutscher Konsulate im Ausland sind unter www.auswaertiges-amt.de zu finden.
 

 
Unter der zentralen Notrufnummer des Auswärtigen Amtes +49-30-5000-2000 bekommen alle deutschen Staatsbürger rund um die Uhr Hilfe.
Unter der zentralen Notrufnummer des Auswärtigen Amtes +49-30-5000-2000 bekommen alle deutschen Staatsbürger rund um die Uhr Hilfe.

Das Handy vor Diebstahl, Hitze und Wasser schützen

Handytaschen, die fest am Gürtel sitzen, senken die Gefahr eines Diebstahls der begehrten Geräte. Wer das Telefon auch am Strand nicht missen will, sollte Vorsorge treffen: Feiner Sand, große Hitze bei direkter Sonneneinstrahlung und Salzwasser sind Todfeinde der empfindlichen Elektronik. Bewährt haben sich wasserdichte Handy-Cases, die heute in vielen Variationen angeboten werden. Sie sind auch ideal bei der Rad- oder Trekking-Tour, beim Rudern oder Segeln.

Rücksicht schafft Freunde

Klingelnde Telefone nerven übrigens nicht nur zu Hause in Meetings oder im Theater - laut telefonierende Besucher sind in Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Museen ebenso lästig und in vielen Ländern auch unerwünscht. Also sollte man am besten vor dem Besuch auf "Lautlos" stellen und Gespräche draußen führen. Denn wer etwas Rücksicht auf die landestypischen Sitten seines Reiseziels nimmt, wird sich auch unter den Einheimischen eher Freunde machen und seinen wohlverdienten Urlaub genießen können.


Fotos: djd/E-Plus
 

 

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