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 Eigenheim statt Miete. Junge Leute wollen in die eigenen vier Wände
Ein Riester-Bausparvertrag lohnt sich vor allem für Familien. Foto: djd/Verband der Privaten Bausparkassen
Ein Riester-Bausparvertrag lohnt sich vor allem für Familien. Foto: djd/Verband der Privaten Bausparkassen

Die meisten jungen Menschen wünschen sich bereits die eigenen vier Wände. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage plant jeder siebte Mieter im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Wohnung zu kaufen oder ein Haus zu bauen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen. "Für viele Bau- und Kaufwillige ist Bausparen nach wie vor der erste Schritt ins Wohneigentum", so der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Andreas J. Zehnder. (rgz-p) ...

 

Auf die Frage, ob sie gerne eine eigene Immobilie erwerben möchten, antworten die meisten jungen Menschen mit "Ja". Haupthinderungsgrund ist bei 81 Prozent der Befragten der Umfrage zufolge das fehlende Eigenkapital. Ab einem durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen von 2.000 Euro im Monat steigt die Bereitschaft zum Eigentumserwerb überdurchschnittlich an. Außerdem setzen viele bei der Finanzierung auf Bausparen: Im Schnitt hat jeder dritte Mieter heute einen Bausparvertrag. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro liegt der Anteil bereits bei über 50 Prozent. Der Vorteil dieses Finanzierungsinstruments: Der Sparer kann fehlendes Startkapital gezielt aufbauen und sichert sich bereits mit Vertragsabschluss das günstige Bauspardarlehen. Außerdem sind die Zinsen fest, ändern sich also bis zur vollständigen Rückzahlung nicht mehr.


Der Staat spart mit

(rgz-p). Laut der Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen weißt jeder Dritte in der Gruppe der 20- bis 40-Jährigen nichts von staatlichen Förderungen zum Eigentumserwerb. Wer sich zum Beispiel für einen Riester-Bausparvertrag entscheidet, profitiert zusätzlich von Fördermitteln. Mit dem Eigenheimrentengesetz hat der Staat selbst genutztes Wohneigentum gleichberechtigt in die Altersvorsorge einbezogen. Viele wissen nicht, dass es für den Wohn-Riester-Vertrag dieselben Steuervorteile und Zulagen wie für andere Riester-Produkte gibt: bis zu 154 Euro Grundzulage für jeden förderberechtigten Erwachsenen plus bis zu 300 Euro Zulage pro Kind im Jahr. Um die maximalen Zulagen zu bekommen, muss der Sparer vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens (inklusive der Zulagen) in den Riester-Vertrag einzahlen. Die geförderte Höchstsumme beträgt jährlich 2.100 Euro. Weitere Informationen rund ums Thema staatliche Förderung gibt es unter www.bausparkassen.de.
 

 

 
Ob sich der Traum von der eigenen Immobilie finanzieren lässt, muss mit kühlem Kopf durchgerechnet werden. Foto: djd/www.bsc-gmbh.com
Ob sich der Traum von der eigenen Immobilie finanzieren lässt, muss mit kühlem Kopf durchgerechnet werden. Foto: djd/www.bsc-gmbh.com

 

Am Anfang steht der Kassensturz
Traum vom Eigenheim mit kühlem Kopf durchrechnen
 
(rgz-p). Die Situation ist verführerisch. Die Bauzinsen sind immer noch vergleichsweise niedrig, die Immobilienpreise insgesamt recht günstig. Das könnte doch der richtige Zeitpunkt sein, um Bau oder Erwerb der eigenen vier Wände anzugehen: Endlich ins eigene Heim ziehen statt Miete zu zahlen! Aktuell kommt noch die herausragende Bedeutung einer mietfreien Immobilie für die Altersvorsorge hinzu als echte Kostenentlastung im Ruhestand.
 
Doch ob sich der Traum finanzieren lässt, muss mit kühlem Kopf durchgerechnet werden. Alexander Vorndran vom Finanzdienstleister BSC warnt: "Niemand sollte sich nur wegen niedriger Zinsen eine Immobilie zulegen. Man muss die eigenen Mittel und Möglichkeiten genau ausloten und realistisch einschätzen." Erfahrungsgemäß sei es empfehlenswert, systematisch und in mehreren Schritten vorzugehen. "Die aufgewendete Zeit und die Mühe zahlen sich langfristig aus", betont Vorndran. Er rät zunächst zum Kassensturz, also die regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben gegeneinander zu rechnen. "Der gewohnte Lebensstandard sollte durch die Baufinanzierung nicht beeinträchtigt werden!"

 

 

Tilgungstraining
 
Wie viel Haus "drin" ist, hängt dann von der monatlichen Rate ab, die der Kreditnehmer stemmen kann. Die Grundregel lautet: Höchstens ein Drittel des monatlichen Familien-Nettoeinkommens sollte in den Kredit fließen. Die Gegenüberstellung der kompletten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mit den nach Abzug der "eisernen Reserve" verbleibenden Eigenmitteln zeigt, wie hoch das Fremdkapital ist, das man sich über ein Darlehen besorgen muss. Welche Beiträge dafür jeden Monat an die Bank gezahlt werden müssen, errechnet sich aus dem aktuellen Baugeldzins und der Tilgungsquote. Sie sollte mit mindestens zwei Prozent angesetzt werden, um genügend Reserven für mögliche Zinserhöhungen zu haben. Alexander Vorndran: "Ob sich die Rate aus Zins und Tilgung aus dem Haushaltsbudget tragen lässt, das findet man am einfachsten in einem Tilgungstraining heraus. Vor der 'echten' Finanzierung tut man also eine Zeit lang so, als ob man schon wie geplant finanzieren würde. Nur tilgt man eben kein Darlehen, sondern spart die Rate an. Auf diese Weise sieht der Häuslebauer in spe sofort, ob es passt oder nicht."
 
 
20 Prozent Eigenkapital sind das Minimum
 
(rgz-p). Ein Grundstock an eigenen Mitteln ist bei der Baufinanzierung unerlässlich. Als Minimum an Eigenkapital sollten 20 Prozent der Baukosten beziehungsweise des Kaufpreises plus der nicht zu unterschätzenden Nebenkosten vorhanden sein. Dabei gilt: je mehr, desto besser - denn fremdes Geld ist immer teures Geld. Alexander Vorndran von der BSC GmbH ergänzt: "Wer weniger Fremdmittel aufnehmen muss, hat außerdem nicht nur eine geringere monatliche Belastung, sondern ist auch nicht so stark von möglichen Zinserhöhungen zu einem späteren Zeitpunkt betroffen."

 

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